Deutsch-kenianischer Schulaustausch

Die alte Idee, einen virtuellen Schulaustausch zwischen der Grundschule in Uhola sowie der weiterführende Schule in Ralak (Nachbarort von Uhola) und einer deutschen Schule zu initiieren, wurde im Laufe des Frühjahrs 2023 Wirklichkeit.

Herr Christian Förtsch, Lehrer für Englisch an der Moll-Berczy-Mittelschule in Wallerstein , konnte SchülerInnen seiner 9. Klasse dafür gewinnen, mit SchülerInnen aus Uhola / Ralak virtuell in Kontakt zu treten. Seit dem 18. Januar gehen Mails mit Bild- und Brief-Anhängen von Wallerstein nach Uhola / Ralak und von Uhola / Ralak nach Wallerstein zurück. Weil für die kenianischen SchülerInnen ein Smartphone ein unerfüllbarer Traum ist, werden die Nachrichten über die Handys der beteiligten LehrerInnen ausgetauscht. Schon die erste Kommunikation gibt einen genau so lebendigen wie lehrreichen Einblick in die unterschiedlichen Lebenssituationen der Beteiligten.

Um die Sicht auf den jeweiligen Lebensalltag in Schule und Familie, Natur und Kultur, Gesellschaft und Politik noch konkreter werden zu lassen, ist ein synchroner Online-Austausch angedacht. Mit Hilfe von Kamera und Laptop, Beamer und Leinwand sollen sich die SchülerInnen „live“ erleben können (sich sprechen, singen, lachen hören und sich tanzen und performen sehen). Die Wallersteiner SchülerInnen können dabei gleichzeitig ihre englischen Sprachkenntnisse erproben.

Unser herzlicher Dank geht an die engagierten Schüler- und LehrerInnen!

Offene Patenschaften: Werde UVF-SchulerInnen-PatIn

Viele Eltern aus Uhola und Umgebung sind finanziell nicht in der Lage
ihren Kindern eine Bildung zu ermöglichen, die über die Grundschule
hinausgeht, da die Gebühren für die weiterführenden Schulen deutlich höher
sind. Daher bietet Uhola Village Foundation e.V. seit 2017 bereits die Möglichkeit
besonders hilfsbedürftige Familien zu unterstützen, indem
SchülerInnen-Patenschaften übernommen werden können.

In der verlinkten PDF-Datei möchten wir Euch daher diejenigen Kinder und Jugendlichen
vorstellen, die bisher noch keine/n Pat/in haben, aber ebenso auf unsere
Unterstützung angewiesen sind.
Wenn jemand dabei ist, den/die ihr unterstützen wollt, füllt
einfach dieses Anmeldeformular aus.
Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), finden sich auf
unserer Webseite.
Falls dennoch Fragen offen geblieben sind, wendet euch gerne jederzeit per
E-Mail an uns:
info@uholavillagefoundation.com


Kölner Chor für Uhola

Unser engagiertes Vereinsmitglied Hannah Bleileven singt im Chor der TH Köln. Letzten Samstag konnte der Chor ein höchst erfolgreiches Konzert feiern. Die SängerInnen konnten zahlreiche BesucherInnen mit wunderschönen Klängen begeistern. So konnten sage und schreibe 1.000 € an Spendengeldern zusammenkommen, die an UVF für das zukünftige Ralak-Projekt gehen sollen.

Ein riesiges Dankeschön von unserer Seite!

3. Adventswoche – Ein Wochenrückblick

3. Adventswoche – Ein Wochenrückblick (von Alois Stimpfle)

Das „Weiterwursteln“ hat sich bewahrheitet – kam aber bei all den vielfältigen Aufgaben und trotz aller Unabwägbarkeiten zu einem erfolgreichen Abschluss.

Michael konnte seine Schreiner-Kompetenz an renovierungsbedürftigen Türen und Tischen und einer adventlichen Kerzenhalterung erweisen – immer interessiert begleitet von SchülerInnen, die ihm neugierig zur Hand gingen.

Die Renovierung von zwei Klassenräumen wurde abgeschlossen. Ende der Woche konnten sie mit den neu gelieferten Schreibtischen („lockers“) und Stühlen bestückt werden.

Im SchülerInnen-Gemüsegarten – Arbeitsbereich von Gervas – wurde ein Kompost aufgeschichtet, gut gemischt mit der selbstgefertigten Gartenkohle. In der Kompost-Ecke wurde ein zweiter Kompost-Haufen aufgestapelt mit reichlich Grünabfall und ebenfalls mit Gartenkohle gemischt. Die ausgelaugten Beete werden sich nächstes Jahr auf ergiebigen Naturdünger freuen können!

Das alte Luzernefeld wurde entkrautet und neu angesät; daneben wurde ein zweites Luzernebeet angelegt. Und ein nochmaliger Versuch mit Wennigser Brennnesselsamen ermöglicht hoffentlich in einem halben Jahr, die Kompost-Masse zu intensivieren und das Gedeihen der unterschiedlichen Gemüse zu steigern. Auch geerntet werden konnte: Erdnüsse, angepflanzt im Frühjahr; Lauchzwiebel; verschiedene Arten von Blattgemüse; im Januar wartet eine reiche Süßkartoffel-Ernte.

Im Schulküchen-Garten wurde ebenfalls reichlich Unkraut gerupft. Für einen separaten Komposthaufen wurde die Basis geschaffen und gleich mit Grasschnitt vom Fußballfeld versorgt.

Im angrenzenden Bananen-Garten werden bis Ende des Jahres ein Dutzend 80cm lange Bananenstauden geerntet werden können. Auf dem neuen „Markttisch“, den Michael mit einer Holz-Deckplatte im Retrostil versehen hat, werden SchülerInnen der Primary School ihre ersten eigenen Produkte der Öffentlichkeit zum Verkauf anbieten – Einkünfte, die in den Garten wieder investiert werden.

Viel Zeit nahmen wieder „Land“-Besichtigungen für die „Berufsschule mit Internat“ in Anspruch – zweimal erfolglos, weil völlig ungeeignet; zweimal aber auch mit Erfolg, weil aussichtsreich. Und so konnten die Brüder von Don Bosco, die sich auf den weiten Weg von Nairobi ins westliche Kenia gemacht hatten, insgesamt vier Grundstücke in Augenschein nehmen; zwei davon stehen in der engeren Auswahl – eine äußerst wohltuende Erfahrung, gerade auch hinsichtlich der Wachheit und Freundlichkeit der Don-Bosco-Leute: Menschen mit Hand und Fuß und das Herz am rechten Fleck!

Und dann ging es ja auch auf Weihnachten zu; unter den sommerlichen Temperaturen und bei schwülheißen Tagen nur schwer nachvollziehbar für auf Winter eingestimmte Mitteleuropäer. Unsere PatenschülerInnen wünschten sich – nicht anders als im „vorweihnachtlichen“ Deutschland – eine „christmas party“: ein ausgiebiges Mahl mit Hühnchen und Ugali und Sweeties und Softdrinks … und dann das: Eine lange Tischfront, darauf eine Kerzenreihe mit 24 Kerzen, roten und weißen (für die vier Adventssonntage); beim Hereinkommen kaum etwas zu erkennen, weil es schon dunkel war; dann die erste Kerze und „Wir sagen euch an den lieben Advent“; dann die zweite und die dritte und die vierte, jeweils von einem der SchülerInnen angezündet – zögerlich, verhalten; dann die Beobachtung, dass es ganz langsam heller wurde im Raum, und immer heller; und dazwischen deutschsprachige Advents- und Weihnachtslieder; die letzten vier Kerzen blieben unberührt, noch war ja nicht Weihnachten – aber die Wahrnehmung, dass ein kleines Licht die große Dunkelheit ein wenig zumindest heller machen kann, spürbar beeindruckte sie am Ende alle; und in der Vorfreude durfte auch reichlich „genascht“ werden – bis dann leider ein Stein durch das Fenster geflogen kam, zum Glück abgebremst von einer der metallenen Fensterstangen …

„Lassen Sie sich nicht entmutigen!“, ermunterte mich ein paar Tage später in Nairobi einer der alt-ehrwürdigen Brüder von Don Bosco: „Alles Gute, das getan wurde, bleibt gut!“

Wir werden weitermachen. Wir werden vor allem in Zusammenarbeit mit den erfahrenen Don-Bosco-Brüdern weitermachen. Und wir werden im ländlichen West-Kenias berufliche Möglichkeiten eröffnen für ein Leben, das mehr Licht bringt in die Welt von Mensch und Natur!

2. Adventswoche – Ein Wochenrückblick

Wochenrückblick von Alois Stimpfle:
Eine gefüllte Woche wieder – in organisatorischer wie praktischer Hinsicht:

Ob auf Land-Suche im hintersten Hinterland Westkenias für die landwirtschaftliche Berufsschule, mit Geschichten wie aus “Pinocchio”; aber eine herrliche Begegnung mit Kinder – das wunderbare Bild mit meinen “kleinen Strolchen” wird mich in Zukunft begleiten …

ob in Gesprächen mit Patenkindern und ihren Eltern bzw. Großeltern, in der Regel Mütter oder Großmütter, wegen nicht zufriedenstellender Zeugnisnoten – mit Einblicken in bedrückende Familiensituationen …

oder in Gesprächen mit dem Handwerker, der die beiden Klassenzimmer renoviert, in denen die neuen Schulmöbel aufgestellt werden sollen …

oder mit Gervas und Charltone, wie in Zukunft die Zusammenarbeit von Gärtner und Lehrerkollegium aussehen soll; mit beiden auch die Überlegung, dass Früchte, die im Schulgarten geerntet und nicht in der Küche verwendet werden, von SchülerInnen auf einem “Markttisch” der Dorfbevölkerung zum Verkauf angeboten werden …

und dann die Arbeitstreffen mit unseren Patenkindern, in denen v.a Unkraut gejätet wird, das an allen Ecken und Enden sprießt …

und die Produktion von “Gartenkohle”, um die energetische Qualität des Komposts zu steigern (im Maihinger Klostergarten bei Martin Rutz kennen gelernt) …

und von Neuem die Demonstration eines Kompost-Aufbaus – mit all dem angefallenen Grün aus dem Schulgarten (wieder musste reichlich Plastikabfall aussortiert werden – leider) …

und nicht zuletzt die handwerklichen Beiträge von Michael Bühler – als Planzeichner und technischer Ratgeber und Schreiner …

Last but not least natürlich auch das Basketballspiel – mit Mädchen und Jungs, Kleinen und Großen; und das Trikot aus Weetzen weiterhin im Einsatz beim erfolgreichen Mixed-Team.

Zum Glück bleibt uns ja noch eine ganze Woche hier zum Weiterwursteln … !

Durch UVF e.V. unterstütze Schüler*innen

Der dritte und letzte Term des kenianischen Schuljahres neigt sich dem Ende und deshalb sind auch unsere Supported Students für das Wochenende nach Hause gekommen. 26 von ihnen haben sich gestern mit Franck, Michael und Alois getroffen, um das vergangene Schuljahr und die zukünftige Unterstützung zu besprechen.
  1. Bis nächste Woche sollen die Schüler*innen jeweils einen Text 🔤 über ihre Erfahrungen im letzten Jahr für ihre Pat*innen schreiben.
  2. Sie wurden ermutigt auch im nächsten Jahr fleißig 🐝in der Schule zu arbeiten, da sie mindestens im Schnitt ein B- erreichen sollten.
  3. Die Schüler*innen mit den besten Leistungen erhielten kleine Geschenke ✏️📚 in Form von Stiften, Radiergummis und Heften, die von Allianz Uhl gesponsert wurden.
  4.  Während der Schulferien werden die Patenkinder wieder im Schulgarten der UPS helfen und sie wurden ermutigt im neuen Agroforestry-Projekt 🌳🌽 zu engagieren, welches Franck während des gestrigen Treffens ebenfalls vorgestellt hat.
  5. In Verbindung mit diesem neuen Projekt hat jedes Kind eine Eichel erhalten, die sie gemäß der Angaben von Franck entsprechend einpflanzen und großziehen sollen. 🌰 Der Fortschritt und die Entwicklung soll in ihren neuen Heften festgehalten werden. Das Ganze ist natürlich erst einmal ein Versuch. Franks erste Unterrichtsstunde umfasste die Theorie hinsichtlich dessen, wie man die Erde vor dem Pflanzen der Eichen-Bäume vorbereitet und mit Kohle und Kompost mixt. Außerdem erklärte er das Umtopfen der Setzlinge.

Landwirtschaftliche Berufsschule: Auf der Suche nach Land

Eine landwirtschaftliche Berufsschule im Siaya County – das ist ein großer Traum Uhola Village Foundation e.V. 🚜🐖🐤🐐🐓🌽🌾🥬💭. Heute haben wir uns zwei potentielle Grundstücke dafür angeschaut und uns mit den Verkäufer*innen getroffen. Es gibt dabei super viel zu berücksichtigen (Stichworte: ownership, title, legal approval, acceptance in the community). Noch lässt sich natürlich keine Aussage treffen, aber wir hoffen sehr, dass wir dem Großprojekt einen Schritt näher kommen, indem wir so bald wie möglich ein passendes Landstück finden.

Bestandsaufnahme in Uhola und Ralak

Bestandsaufnahme in Uhola im Schulgarten (mit Gervas Mahulo) und in der Grundschule (mit Schulleitung Jacquilyn Odunga).
Das mit der Mülltrennung für einen ordentlichen Kompost klappt leider immer noch nicht so richtig. Dafür wurden im Schulgarten trotzdem die verschiedensten Dinge angepflanzt als Anschauungs- und Übungsbeispiel für die Schüler*innen. 🌱🍠🌾🥔
Bevor die neuen Stühle und Tische kommen, sollen die beiden entsprechenden Klassenräume noch renoviert werden. In dem Klassenraum des 8. Jahrgangs ist beispielsweise ein riesiges Loch im Boden. 🪑📚

Bestandsaufnahme_UPS_Nov2022 (2)
Bestandsaufnahme_UPS_Nov2022 (1)

Bestandsaufnahme in Ralak  an der weiterführenden Schule im Nachbarort von Uhola, mit der in Zukunft vermehrt Projekte geplant und durchgeführt werden sollen. 👩🏿‍🏫 Verantwortlich für die Schule ist aktuell Gladys Mutenyo als Schulleiterin und für den Gartenbereich Franckline Bett Otieno. 👨🏿‍🌾 Hier klappt das mit der Mülltrennung, u.a. um ordentlichen Kompost zu produzieren, schon deutlich besser. 😉 Wir sind gespannt wie es mit der Kooperation weitergeht.

Bestandsaufnahme Ralak Nov22 (1)
Bestandsaufnahme Ralak Nov22 (2)
Bestandsaufnahme Ralak Nov22 (4)
Bestandsaufnahme Ralak Nov22 (1)
Bestandsaufnahme Ralak Nov22 (3)

Neue Schulmöbel

Schon viel zu lange warten die 5.- und 6.-Klässler*innen auf ihre eigene Tisch-Stuhl-Kombi. Wir haben uns heute in Nairobi nochmal etwas inspirieren lassen und final entschieden, was es werden soll. Aufgrund von der Covid19-Pandemie, Materialengpässen und personellen Umstrukturierungen hat sich das ganze Projekt leider ganz schön in die Länge gezogen. Gesponsert werden die neuen Möbelstücke durch die Spenden, die die Leseaktion am Matthias-Claudius-Gymnasium Gehrden eingebracht hatten.

Wie rasch ist der Abschied gekommen …

Für Ramona hat sich die Zeit in Uhola dem Ende zugeneigt. In den letzten 4 Wochen unterstütze sie, wie bereits letztes Jahr, vormittags die Lehrerinnen im von UVF gebauten ECDE-Bereich. In den Freistunden unterrichtete sie die 5. Klasse in Deutsch; wie schon letztes Jahr zeigten die Schüler/innen großes Interesse daran, die deutsche Sprache in ihren Grundzügen kennenzulernen. Wieder wurden auch fleißig Armbänder gebastelt; und auch das Basketballspiel kam nicht zu kurz. Im Schulgarten, dem mit Hilfe von UVF angelegten Vorzeigeobjekte der Primary-School-Uhola, ging Ramona Gervas (von uns angestellter Biobauer) zur Hand. Dabei animierte sie auch unsere „supported students“, die ihre Schulferien zu Hause verbringen, zur Mitarbeit beim Unkrautjäten, Ernten und Pflanzen. Täglich war Ramona auch im Nachbarort Ralak unterwegs. Zur dortigen Secondary-School hatte UVF im Herbst letzten Jahres Kontakte aufgebaut. Frank hat mittlerweile zusammen mit Evans (von uns unterstützte College-Studenten / Landwirtschaft) ebenfalls einen Schulgarten angelegt und insbesondere in den beiden „green-houses“ (Gewächshäuser) erste Anpflanzungsversuche v.a. mit Tomaten gemacht.  Mit Hilfe interessierter Schülerinnen der „Girls-Secondary-School“ half Ramona auch hier bei den anfallenden Gartenarbeiten; dazu gehört bei der ortsüblichen Hitze v.a. auch das täglich Gießen – mit Wasser, das vom 300 Meter entfernten Dorfbrunnen (Handpumpe!) geholt werden muss. Im Blick auf die laufenden Projekte (Bau eines Mauer-Zaun-Schutzes um das Schulgelände; Renovierung der Mädchentoilette; Bau einer Waschgelegenheit für die ECDE-Schüler/innen; Betreuung der „supported students“) lud Ramona zu mehreren Meetings ein. Denn, wie überall: Je mehr Beteiligte im Spiel sind, desto mehr Missverständnisse gibt es, und umso mehr Gespräche sind nötig! An Ihrem letzten Tag half Ramona Jane, der Köchin der Uhola-Schulküche. Als Nachtisch zum gemeinsamen Mittagessen mit den Lehrer/innen präsentierte Ramona „ihren“ Bananenkuchen – was wieder einmal zu einem fröhlichen Abschied beitrug.

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