Das Fußballspielen gehört zu Brian Otienos Lieblingsbeschäftigungen in Uhola

Was Kinder aus Uhola über Fußball sagen:

It makes me feel good.

I like it because it’s simple: anyone can understand it, follow it.

The rules are easy to understand so it’s very democratic.

I think football brings people together.

It’s very magical how it includes everybody. So that’s why I like it.

Brian Otieno wurde in Nairobi geboren und lebte lange Zeit in Mombasa. Für den Besuch der Secondary School kam er allerdings in die Heimatregion seiner Eltern zurück. Seine Mutter kommt aus Jera, einem Nachbardorf Uholas. Dort lernten sich Brians Vater, der in Uhola geboren wurde, und sie kennen, heirateten und bekamen insgesamt drei Kinder (Teddy, Lorren und Brian). Der Drittgeborene erzählt:

Uhola ist ein schöner Ort. Er ist gesegnet mit vielen talentierten Jugendlichen mit vielen Träumen. Da nicht alle von ihnen hier die Möglichkeit haben zu sprechen, werde ich in ihrem Namen sprechen. Die Grundschule Uhola ist für ihre guten Leistungen bekannt. Vor allem sind die herausragenden sportlichen Leistungen zu nennen. Es ist eine Schule mit talentierten Schülern. Jede/r von ihnen hat einen Traum und arbeitet sehr hart, um diesen Traum zu verwirklichen. Meiner war es, seit ich ein kleiner Junge war, Profifußballer zu werden. Ich liebe es, Fußball zu spielen. Wenn ich Fußball spiele, fühle ich mich gut und ich glaube fest daran, dass es mein Talent ist. Es ist für mich ein sehr starkes Gefühl, welches schwer in Worte zu fassen ist. Wenn ich auf dem Nachhauseweg war und eigentlich Hunger hatte, konnte meine Mutter mich nur kurz ins Haus kommen sehen, um mein Fußballtrikot, -schuhe und den Ball zu holen. Wenn ich Fußball spiele, vergesse ich alle Probleme und ich fühle mich frei, entspannt und glücklich. Ich lerne auch etwas, wenn ich mir Fußballspiele anschaue. Durch Fußball lernt man nicht nur das Spiel an sich oder Tricks und Fertigkeiten, sondern es geht auch um Disziplin und Entschlossenheit. Es ist wichtig Ziele zu haben und auf diese hinzuarbeiten.
Es ist toll, so viele Jugendliche in Uhola zu haben, die den gleichen Traum haben, die so hart trainieren und sich in der Fußballwelt aufopfern, damit sie eines Tages ihre Träume erfüllen können. Aber sie haben keine Stimme. Es wäre großartig, wenn sie etwas Unterstützung bekämen, damit sie ihre Träume verwirklichen können. Im Moment sind alle Fußballplätze im Umkreis wegen des Corona-Virus geschlossen. Die Regierung hat angeordnet: ‘Kein Sport und keine Versammlungsorte, an denen Menschen zusammenkommen! ’ Das finde ich sehr schade.

Sportplatz: Anschaffung und Installation von Fußballtoren und Basketballkörben

Viele Kinder und Erwachsene aus Uhola sind sehr sportbegeistert. In der Grundschule werden jedes Halbjahr entweder Leichtathletik oder verschiedene Ballsportarten angeboten. Aus diesem Grund hat Uhola Village Foundation e.V. nicht nur neue Basket-, Volley-, Korb- und Fußbälle nach Uhola gebracht, sondern auch das Sportfeld mit stabilen Fußballtoren und Basketballkörben ausgestattet.

Auf dem Fußballfeld spielen Jungen, Männer, aber auch vereinzelt Mädchen aus dem Dorf jeden Abend – wenn es nicht gerade regnet – Fußball.

Auch von dem im letzten Jahr von UVF-Mitgliedern vor Ort selbstgebauten Wikinger Schach-Spiel (“Kubb”) oder selbstgemachten Jonglierbällen lassen sich die Kinder sofort begeistern. Ein Schüler hat sich sogar nach der Anleitung zum Herstellen des Spiels erkundigt und dieses selbst noch einmal nachgebaut.

Fußball in Uhola (3)
Bewegung in Uhola (1)
Bewegung in Uhola (1)
Bewegung in Uhola (2)
Bewegung in Uhola (2)
Bewegung in Uhola (3)
Bewegung in Uhola (4)
Bewegung in Uhola (5)
Bewegung in Uhola (6)
Bewegung in Uhola (7)
Bewegung in Uhola (8)
Bewegung in Uhola (9)
Bewegung in Uhola (10)
Freude beim Wikingerschach (2)
Fußball in Uhola (1)
Fußball in Uhola (2)

Jen Triza kocht täglich an der Uhola Primary School

[kurzes Vorstellungsvideo von Jen]

Die 29-jährige Jen Triza sorgt dafür, dass das Lehrer-Kollegium und die Achtklässler*innen täglich an der Grundschule Mittagessen können. Sie selbst hat drei Kinder, die alle die Uhola Primary School besuchen. Zu Essen kocht sie landes- und regionaltypische Gerichte wie Ugali (Maisbrei), Bohnen, Mais, Green Gram (Mungbohnen) und Sukuma Wiki (spinatähnliche Pflanze). Zu besonderen Anlässen gibt es auch Chapati oder Reis und ggf. Stew aus Hühnchen-, Kuh-, Ziegen-, Schafsfleisch oder Fisch mit Kachumbari (Tomatensalat mit Zwiebeln).

Typisches Essen der Region:

Schulküche – Erweiterung und Ausstattung für effizienteres Kochen

An der Grundschule in Uhola bekommen die Lehrer*innen und die Abschlussklasse (Klasse 8) Mittagessen gestellt, damit sie über den Tag nicht so viel Zeit damit verlieren, für das Mittagessen nach Hause zu gehen und zur Schule zurückzukehren. Alle anderen Schüler*innen müssen leider genau dies tun und sind über den Mittag somit, je nach Entfernung zu ihrem Wohnort, eine Weile unterwegs. Die Kinder aus den beiden Vorschulklassen erhalten vormittags außerdem jeweils eine Portion Porridge.

Letztes Jahr wurde die Schulküche durch einen Kamin erweitert, um einen besseren Rauchabzug zu gewährleisten. Auch diesen Ausbau leitete Bauleiter Luke, den ihr vergangenen Donnerstag kennengelernt habt.

Seht hier, wie es vorher aussah.

Die Feuerstelle wurde so ausgebaut, dass das Feuerholz nun effizienter genutzt werden kann und die Gesundheit der Schulköchin Jen weniger gefährdet wird. Außerdem wurden Küchenutensilien wie z.B. eine tragbare Feuerstelle, ein Nudelholz, ausreichend Teller, Tassen und Besteck angeschafft.

Den entscheidenden finanziellen Beitrag leistete diese “April-Scherz-Idee”.

Biobauer Gervas Mahulo lebt im Einklang mit der Natur

Gervas Mahulo lebt am Rand von Uhola inmitten riesiger Bananenstauden mit seiner Bienenfarm. Wir von Uhola Village Foundation e.V. sind begeistert von seiner ökologischen Wirtschaftsweise und würden seine Arbeit gerne mit seiner Hilfe weiter in der Region verbreiten. Dafür haben wir ihn zu einem Gespräch getroffen, bei dem er Folgendes erzählt:

Die meisten Dinge, die ich brauche, sind in und um unser Dorf herum verfügbar, um ökologische Landwirtschaft zu betreiben. Zum Beispiel kehre ich bei anderen Leuten nach Absprache die herumliegenden Blätter zusammen und nutze diese dann für meinen Kompost.
Als Bauer habe ich angefangen, Bäume zu pflanzen. Sie bieten einen guten Schutz für meine Bienen, deren Honig ich lokal verkaufe. Er wird hier für die Behandlung von Husten und Wunden genutzt.
Außerdem pflanze ich Yamswurzeln an – sowohl für den Eigenbedarf als auch zum Verkauf. Bananen und andere Früchte wie Mango, Avocado oder die Passionsfrucht gibt es auf meiner kleinen Farm ebenso wie etwas Zuckerrohr.
Momentan besitze ich keine großen Tiere. Meine beiden letzten Kühe sind leider 2019 verstorben. Ich habe allerdings ein paar Hühner und Enten. Ach so, einen kleinen Fischteich habe ich auch. Der Teich fungiert einerseits als Wasserreservoir und gleichzeitig als Habitat für die Fische. Aufgrund der Fische habe ich kein allzu großes Moskito-Problem bei mir. Sie fressen die Mückenlarven, wenn sie am Teichufer abgelaicht werden.
Ob es Herausforderungen als Biobauer gibt? Ja, die Herausforderungen sind zahlreich, aber ich gebe mein Bestes. Beispielsweise wachsen meine Pflanzen deutlich langsamer als jene, die mit Mineraldünger gedüngt werden. Dadurch wird es noch schwieriger, andere Menschen von der ökologischen Landwirtschaft zu überzeugen. Bisher zeigen nur wenige Menschen daran Interesse. Meinem jüngsten Sohn bringe ich es bei. Er ist quasi mein Mitarbeiter.

Schulgarten: Das landwirtschaftliche Interesse fördern

Im Frühjahr 2019 war Peter Gramm, gelernter Schreinermeister und Biobauer aus Deutschland, für ein paar Wochen in Uhola und legte gemeinsam mit interessierten Schüler*innen eine Parzelle im Schulgarten für das Heranziehen von Kürbissen, Zucchini, Roter Beete und Tomaten an.
Mithilfe des Schulgartens soll sowohl den Schülern und Schülerinnen eine Möglichkeit geboten werden, sich landwirtschaftlich fortzubilden. Das Erntegut wird in der Schulküche verwendet und kommt den Schüler*innen in Form des Mittagessens zu Gute. Die Schul-Scouts, die ihr in dem Video an Tag 5 kennengelernt habt, sind für das regelmäßige Bewässern der Kulturen zuständig.

Um die neue, eingezäunte Schulgartenparzelle herum gibt es außerdem Platz für den Anbau von Mais und Bohnen (s. Video). Auch diese Früchte werden für das Schulmittagessen verwertet.

Klos für alle

Notwendigerweise mussten die sanitären Anlagen erneuert bzw. erweitert werden. Bevor Uhola Village Foundation e.V. die Aufstockung finanziell unterstützte, gab es nur vier einfache Plumpsklos für knapp 350 Schüler*Innen und zwei Lehrer-Toiletten. Mittlerweile sind über 370 Schüler*Innen an der Schule eingeschrieben. Glücklicherweise sind auch neue Toiletten für Mädchen, Jungen, Vorschüler- und Lehrer*Innen vorhanden.

Da die ehemaligen Toiletten für Lehrer und Lehrerinnen sich direkt hinter dem neuen Vorschulgebäude befinden, benutzen die Vorschüler*innen nun jene. Die Lehrkräfte müssen nun zwar ein Stückchen weiter vom Lehrerzimmer aus gehen, ihnen stehen aber dafür sogenannte „modern latrines“ (Toiletten, wie wir sie kennen) zur Verfügung.

„Ein freundliches Wort kostet nichts, und dennoch ist es das Schönste aller Geschenke.“

„Ein freundliches Wort kostet nichts, und dennoch ist es das Schönste aller Geschenke.“
(Daphne du Maurier)

Es ist wirklich wunderschön euer positives Feedback zu unserem #UholaAdventskalender und unserer Arbeit allgemein zu erhalten. Das gibt ordentlich Kraft für zukünftige Aktivitäten rund um unseren gemeinnützigen Verein. Vielen, vielen Dank! 🥰

Wer sich kein Print-Exemplar des Kalenders ergattert hat, hat hier die Möglichkeit täglich ein Türchen zu öffnen.

Viel Freude, bleibt gesund und genießt den 3. Advent !✨

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Raum für Spiel und Spaß der Kleinsten

Zur breiteren Entfaltung der kindlichen Entwicklung sind Räume für Spiel und Freizeit nötig. Uhola Village Foundation e.V. wollte dieses dringende Anliegen dadurch unterstützen, dass auf dem Schulgelände ein Spielplatz gebaut wird. Dabei hatten wir das Glück, dass der Rotary Club Lang’ata (Nairobi) uns bei dieser Aufgabe unterstützt hat.

„Hello, my name is Judith Esther Ongesa“

Judith ist gemeinsam mit Sharon für die Kinder im Vorschulalter (zwei bis sechs Jahre) verantwortlich. Die Vorschule unterteilt sich in PP1 und PP2, wobei “PP” für Pre-Primary (= Vorschule) steht.

Die ECDE (Early Childhood Development Education) Lehrerin ist Mutter von vier Kindern. Seit der Trennung von ihrem Mann ist sie wieder bei ihrer Mutter eingezogen und auch finanziell von ihr abhängig. Sie wird nicht von der kenianischen Regierung, sondern den Eltern der Schulkinder bezahlt und erhält dadurch umgerechnet weniger als 30 Euro im Monat. Davon muss sie die Schulgebühren ihrer Kinder bezahlen. Mit dieser Situation ist sie sehr unglücklich, da sie eigentlich ihre Mutter unterstützen und nicht von ihr abhängig sein möchte. Trotz der schlechten Bezahlung liebt sie ihren Job als Lehrerin. Erfahrt von ihr selbst, warum sie eine Leidenschaft für diesen Beruf hegt: