Bisherige Aktivitäten und erreichte Meilensteine
1. Ausbau der Uhola Primary School
Mit Unterstützung der Gemeinde Maihingen im Donau-Ries-Kreis errichteten wir im Rahmen der Initiative „1.000 Schulen für unsere Welt“ ein Gebäude für die frühkindliche Bildung (Early Childhood Development Education, kurz ECDE).
Darüber hinaus entstanden separate Toilettenanlagen für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler. Auf dem Schulgelände wurden außerdem ein Fußball- und ein Basketballplatz angelegt.
Gleichzeitig riefen wir ein Patenschaftsprogramm für bedürftige Schülerinnen und Schüler ins Leben. Es unterstützt Familien, deren Einkünfte aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft nicht ausreichen, um ihren Kindern den Besuch einer weiterführenden Schule zu ermöglichen.
2. Sichere Wasserversorgung für Schule und Dorf
Der vorhandene Brunnen in Uhola wurde vertieft und um einen solarbetriebenen Wasserturm ergänzt. Dadurch steht der Schule und der Dorfbevölkerung zuverlässig Wasser zur Verfügung.
Die Anlage versorgt unter anderem die Toiletten der Lehrkräfte und die Handwaschstellen der Schule. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes können an öffentlichen Entnahmestellen Wasser beziehen.
3. Ökologischer Schulgarten
An der Uhola Primary School legten wir einen Schulgarten an. In sogenannten „4K-Clubs“ lernen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Mitgliedern der Uhola Farmer Cooperative, wie Lebensmittel nachhaltig und nach ökologischen Grundsätzen angebaut werden.
Das Projekt setzt frühzeitig bei einem zentralen Problem der Region an: Viele Familien leben fast ausschließlich von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Konventionelles Saatgut und der intensive Maisanbau führen jedoch häufig zu Abhängigkeiten, ausgelaugten Böden und einem steigenden Bedarf an Kunstdünger. Der Schulgarten vermittelt praktische Alternativen und stärkt das Bewusstsein für eine langfristig tragfähige Landwirtschaft.
4. Volunteer-Programm
Unser Volunteer-Programm richtet sich insbesondere an Lehramtsstudierende sowie an Menschen aus sozialen und pädagogischen Berufen.
Die Freiwilligen können Schülerinnen und Schüler an der Uhola Primary and Junior Secondary School sowie an der benachbarten Girls’ Secondary School in Ralak im Unterricht und bei Freizeitangeboten begleiten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Farmerinnen und Farmer in Uhola zu unterstützen und Einblicke in deren Alltag zu gewinnen.
Seit 2019 haben zwölf Freiwillige an dem Programm teilgenommen – einige von ihnen bereits mehrfach.
5. Gründung von SEED
Die offiziell registrierte SEED Ltd. („Sustainable Ecological Education and Development“) ist unser lokaler Partner in Kenia. In enger Abstimmung mit der Uhola Village Foundation vertritt und koordiniert SEED die organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten des Vereins vor Ort.
Damit verfügen wir über verlässliche lokale Strukturen, kurze Entscheidungswege und eine kontinuierliche Begleitung unserer Projekte.
6. Sicherung des Schulgeländes
Die Schule liegt unmittelbar an einer Straße und grenzt direkt an den dörflichen Markt. Um den Schulalltag vor Verkehrslärm und anderen Störungen zu schützen und einen sicheren Aufenthalt auf dem Gelände zu gewährleisten, wurde das Schulgrundstück neu eingefriedet.
Eine Mauer schirmt das schulische Leben von äußeren Einflüssen ab. Ein Metallzaun mit zwei verschließbaren Toren ermöglicht es zudem, den Zugang zum Gelände zu kontrollieren.
Für die Umsetzung erhielten wir von den Schmitz-Stiftungen einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Projektkosten.
7. Gründung der Uhola Farmer Cooperative
Im Rahmen unseres Ansatzes „Sustainable Ecological Education and Development“ gründeten wir die Uhola Farmer Cooperative (UFC). Sie führt interessierte Farmerinnen und Farmer theoretisch und praktisch in die Methoden der ökologischen Landwirtschaft ein.
Für die fachliche Begleitung konnten wir die Schweizer Organisation SOFDI gewinnen. Einer ersten Gruppe aus Uhola ermöglichten wir eine Fortbildung auf der Demonstrationsfarm Manor House.
In Uhola wollen wir außerdem zwei kleinere Grundstücke erwerben. Dort soll ein ökologischer Anbau erprobt werden, der mithilfe von Brunnen und Wassertürmen auch während der Trockenzeiten Aussaaten und Ernten ermöglicht. Geplant sind ergänzende Gebäude für Zusammenkünfte, Schulungen, Lagerung sowie die sichere Aufbewahrung von Maschinen und Werkzeugen.
Ein zusätzliches Angebot für die Mitglieder der Cooperative ist die Imkerei. Sechzehn Interessierte erhielten eine Grundlagenschulung sowie Bienenkästen und Schutzkleidung. Der gewonnene Honig ergänzt die Ernährung und eröffnet den beteiligten Familien eine weitere Einkommensquelle.
8. Fischteich an der Schule
Nach der Neustrukturierung des kenianischen Schulsystems heißt die frühere Uhola Primary School heute „Uhola Primary and Junior Secondary School“.
Mit tatkräftiger Unterstützung des stellvertretenden Schulleiters Nicholas Owino wurde auf dem Schulgelände ein Fischteich angelegt. Nicholas Owino hatte bereits an seiner vorherigen Schule einen solchen Teich aufgebaut und mehrere Jahre lang betreut.
Das Projekt soll die Ernährung der Schülerinnen und Schüler quantitativ und qualitativ verbessern. Gleichzeitig erwerben sie grundlegende Kenntnisse und praktische Fähigkeiten im Bereich der Fischzucht.

